
Bildungsdebatte
Freiburger Thesen als Diskussionsgrundlage
Freiburger Thesen zur aktuellen Lage des Faches Deutsch aus der Sicht des Fachverbands Deutsch (LV Baden-Württemberg). Eine Zustandsbeschreibung mit Forderungskatalog
"Nachdem Bildung ins Gerede gekommen war, ist es gut, dass über sie wieder geredet wird."
Die "Freiburger Thesen" sind als Diskussionsgrundlage für weitergehende Überlegungen und Initiativen zu verstehen. Der Fachverband Deutsch möchte diese Diskussion anstoßen und würde sich über eine rege Beteiligung freuen. Senden Sie uns Ihre Ideen und Anregungen, aber auch Ihre Kritik.
Bitte per Mail an die Redaktion: RedakOnCBK@t-online.de
Bamberger Empfehlungen
Gemeinsamer bildungspolitischer Arbeitskreis Germanistik und Deutschunterricht (DGV/SDD): „Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ aus fachlicher Sicht („Bamberger Empfehlungen“)
In Reaktion auf die Anforderungen für Fachwissenschaft und Fachdidaktik, die von der KMK im Herbst 2008 verabschiedet worden sind, haben Vertreterinnen und Vertreter der o.g. Verbände im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitskreises den Katalog an ausgewählten Beispielen kommentiert und legen das Ergebnis in den „Bamberger Empfehlungen“ vor.
An Hand einer Reihe exemplarischer Schlüsselbegriffe („Sprachwandel/Sprachgeschichte“, „Semantik“, „Text“, „Methoden der Textanalyse/-interpretation“, „Literaturgeschichte und Ältere Literatur“, „Literatur im Netz / Netzliteratur“, „Mündlichkeit“ und „Verzahnung der Phasen“) versucht das Papier, im Wege der Empfehlungen für fachwissenschaftliche und fachdidaktische Konkretisierungen zu klären, wie eine Umsetzung der KMK-Beschlüsse in ausgewählten Bereichen der Germanistik und Deutschdidaktik aussehen könnte. Die Konkretisierungen sind als bundesweit tragfähiges Fundament skizziert, das die jeweiligen wissenschaftlichen Schwerpunktbildungen und bildungspolitisch bedingten Unterschiede an den Hochschulen respektiert und zugleich ländergemeinsame Standards formuliert. Die Gliederung der einzelnen Ausführungen nach „Gegenstandsbereich“, „Bezug zum fachwissenschaftlichen Kompetenzprofil“, „Vermittlungsperspektive“, „Vernetzungsmöglichkeiten“ und „Kommentar“ soll Anregung sein, weitere Begriffe in ähnlicher Weise zu konkretisieren und die unvollständige Liste zu ergänzen. Dabei sollte auch kritisch geprüft werden, wie die Vorbereitungsphase anschließen kann.
Jörg Kilian (DGV/Hochschulverband), Gisela Beste (DGV/ Fachverband)
Der ausführliche Text sowie ein Abstract stehen als pdf-Dateien zur Verfügung.
Abstract "Bamberger Empfehlungen"
Diskussionsbeitrag zum Germanistentag 2013: Was hat die Germanistik uns Heutigen noch zu sagen?
Ein Essay von Dr. Wolfgang Rzehak
"Was hat die Germanistik über die Beschäftigung mit den Grundlagen der Sprache, mit der Interpretation überlieferter Formen des Schreibens und deren Denkstrukturen hinaus uns Heutigen noch zu sagen?"
Der Essay des baden-württembergischen Landesvorsitzenden wurde aus einem Aufsatz für Heft 2/2012 der Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes ausgegliedert und soll als Diskussionsgrundlage für weitergehende Überlegungen im Rahmen des Germanistentages 2013 dienen. Er befasst sich mit "zwei gegenläufigen Paradigmen, zwei Herangehensweisen, in deren Spannungsfeld sich auch die gegenwärtige Germanistik verhalten und entscheiden muss" (Mark-Georg Dehrmann, Gesellschaft für Hochschulgermanistik).
Alle Mitglieder des Fachverbandes sind aufgerufen, sich mit einem eigenen Diskussionsbeitrag zu beteiligen: Es geht um die Positionierung der Germanistik „in Forschung, Studium, Schule und Gesellschaft" für das 21. Jahrhundert!
Möglichkeiten und Grenzen der Standardisierung in der literarischen Bildung
Vorankündigung Germanistentag Thüringen 2012
03.12.2012
Literarische Bildung und Kompetenzorientierung sind kompatible Konzepte. Diesem Grundsatz entsprechend wird aufgezeigt, welche in den Bildungsstandards genannten Kompetenzen für die literarische Bildung bedeutsam sind und wie sie sich entwickeln und überprüfen lassen.
Vorsitzender des Landesverbands RLP beim Weltlehrertag 2011
Bundespräsident würdigte Vorbildfunktion der Lehrer
Auf Einladung von Bundespräsident Christian Wulff nahmen am 5. Oktober 2011 40 Lehrer mit Schülern aus dem gesamten Bundesgebiet am Weltlehrertag auf Schloss Bellevue teil. Aus Rheinland-Pfalz waren der Landesvorsitzende des Fachverbands Deutsch, Dr. Markus Müller, und der 17jährige Lukas Müller aufgrund herausragender Leistungen im Schulalltag ausgewählt worden.
Bundespräsident Christian Wulff, Lukas Müller, Dr. Markus Müller (v.l.n.r. - Foto: privat)
Konstruktive Gespräche des rheinland-pfälzischen Deutschlehrerverbands in der Landeshauptstadt Mainz
Am 24. August 2011 führte der Landesvorstand des Fachverbands Deutsch bildungspolitische Gespräche im Bildungsministerium.
Das dicht gedrängte Programm umfasste inhaltsreiche Diskussionen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Hendrik Hering, mit der Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD), dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Daniel Köbler sowie der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen, Ruth Ratter.
Fotos: Herbert Piel
Es wurden Fragen rund um das Fach Deutsch thematisiert, so etwa das dezentrale Abitur, die LRS-Förderung, die Wettbewerbskultur und die Situation der Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen in Rheinland-Pfalz.
Vertiefende bildungspolitische Gespräche, auch mit der CDU, werden folgen. Insgesamt freute sich der Landesvorstand über die aufgeschlossene Atmosphäre, in der die konkreten Vorschläge des Verbands aufgenommen wurden.
Standard: Bildung
Blinde Flecken der deutschen Bildungsdiskussion
„Die Deutschdidaktik befindet sich ebenso im Umbruch wie die universitäre Ausbildung von Deutschlehrerinnen und -lehrern. Ob Bildungsstandards zu einer Standardbildung führen, ob Google Goethe im Rahmen globalisierter Kanonbildung ablöst, ob durch den Bologna-Prozess das mittelalterliche Trivium wiederkehrt, ob didaktische Modeerscheinungen faktische Abwege darstellen oder Althergebrachtes wie der Interpretationsaufsatz noch zu retten ist, wird ebenso debattiert wie Fragen der sprachlichen Bildung im modernen Europa, der Persönlichkeitsbildung von Lehrern und der Vermittlungsmöglichkeiten deutscher Literatur im Ausland.” Redaktion Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Verarmung des Wortschatzes bedroht die Sprache
Nordseezeitung 21.09.2010: Interview mit Gisela Beste
Aus Anlass des Deutschen Germanistentages in Freiburg (19.-23.09.2010) gab die Bundesvorsitzende des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband der Nordseezeitung ein Interview zum Thema "Zukunft der deutschen Sprache".
Des einen Freud - des anderen Leid?
Die deutsche Sprache zwischen Lernproblemen, Integrationsdebatten und Liebhaber-Forderungen
Deutschlandfunk-Interview von Kate Maleike mit Dr. Wolfgang Rzehak
Sendung: PISAplus 11.09.2010
Das Interview, das im folgenden in Auszügen wiedergegeben wird, führte Kate Maleike im Deutschlandfunk mit Wolfgang Rzehak, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg. Das Gespräch fand statt im Vorfeld des Deutschen Germanistentages in Freiburg (19.-23.09.2010).
" ... Viele Kinder sind schon früh in der Lage, entsprechende Geräte technisch zu bedienen, auf Gameboys, Handys usw. alles Mögliche zu machen, zu spielen und zu kommunizieren; gleichzeitig behindert dieser Umgang den Impuls hin zum Text und zum Weltverstehen. Lesen als Welterschließungskonzept ist die Basis jeder politischen und sozialen Teilhabe. Das ist das A und O und muss deshalb von Anfang an gefördert werden. ..."
Die Transkription des ausführlichen Interviews steht in Auszügen mit freundlicher Genehmigung des Deutschlandfunks als pdf-Datei zur Verfügung.
Interview mit Wolfgang Rzehak im Deutschlandfunk
Antwort von Dr. Wolfgang Rzehak auf Jürgen Kaubes Kommentar
Betrifft Ihren Kommentar "Deutschstunde" zum Germanistentag
in der F.A.Z. vom 22. September 2010
E-Mail an Jürgen Kaube von Gisela Beste (Bundesvorstand)
E-Mail vom 23.9.2010 zum Kommentar in der F.A.Z. vom 22.09.2010
Sehr geehrter Herr Kaube,
heute morgen las ich Ihren Artikel über Ihre Beobachtungen beim Germanistentag in Freiburg. Mich freut es, dass Sie die Bemühungen des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband zum Thema Ihres Artikels gemacht haben.
"Deutschstunde"
Kommentar zum Deutschen Germanistentag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Jürgen Kaube, 22.09.2010
Die Germanistik ist zwei Fächer. Bei ihrem Jahrestreffen, das gerade in Freiburg stattfindet, wird dies deutlich. Sie ist eine Wissenschaft, und sie ist eine Lehrerbildung. Als Wissenschaft adressiert sie ihre Ergebnisse entweder an Spezialisten, die nachvollziehen können, was es mit der "Räumlichkeit in den Computerspielen ,The Path' und ,Grand Theft Auto IV'" oder der spätmittelalterlichen Boëthius-Rezeption auf sich hat. Oder sie richtet sich ans große Ganze: "Der Vortrag fragt vor dem Hintergrund der Neudiskursivierungen des Raumparadigmas nach den Chancen des Globalisierungsprozesses". ...
Ohne Literaturdidaktik
Bildungsnotiz der F.A.Z. vom 17.09.2009
An der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wird seit zwei Semestern die für künftige Deutschlehrer an Gymnasien vorgeschriebene Vorlesung "Einführung in die Literaturdidaktik" nicht angeboten. Eine für Lehre, Forschung und Organisation verantwortliche Person ist nicht vorhanden und werde auch zum Wintersemester nicht eingestellt, kritisiert der Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband.
Vom lieblosen Umgang mit der deutschen Sprache
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Meyer am 18. August 2009
im Rahmen der Tagung des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband, Landesverband Niedersachsen/Bremen
“Es war Johannes Rau, der gesagt hat, wir Deutschen würden mit unserer Sprache lieblos umgehen. Das mag eine sehr unzeitgemäße Art sein, unser Verhältnis zu einer Sprache zu beschreiben. Denn das Wort ‘lieblos’ ist emotional und zeugt von wenig Interesse an der Nützlichkeit, welche heutzutage als wichtigstes Kriterium für alles und jedes gehandelt wird. Liebe zu einer Sprache zu erwarten, widerspricht auch der heute vorherrschenden Sicht von Sprache als einem Instrument. Und schließlich klingt ‘lieblos’ nicht nach jener Rationalität, auf die wir so stolz sind und die angeblich allein unsere moderne Zeit bestimmt. Gerade deshalb halte ich Raus Wort vom lieblosen Umgang für so treffend. Denn Instrumente liegen außerhalb unserer personalen Existenz. Sie bleiben außen vor, sie sind austauschbar, sie berühren uns letztlich nicht. Genau das aber gilt nicht für eine Sprache.”
(Auszug aus dem Vortrag von Hans Joachim Meyer)
Der vollständige Vortragstext steht als pdf-Datei zur Verfügung.
Gegen Entfachlichung, Entprofessionalisierung und Entpersonalisierung der Lehre
Stellungnahme der AG der Studienleiter/innen im Deutschen Germanistenverband 2005
Die Arbeitsgemeinschaft der Fach- und Studienleiter/innen im Deutschen Germanistenverband hat bei ihrem regelmäßigen Austausch über Rahmenbedingungen der Deutschlehrer/innen-Ausbildung in der zweiten Phase der Lehrerbildung mit Sorge zu Kenntnis genommen, welche nach Intention, Organisationsform und Konsequenz unterschiedlichen Veränderungen in den Bundesländern zur Zeit geplant und realisiert werden. Da die Fach- und Studienleiter/innen sich über die Ländergrenzen hinweg darin einig sind, dass diese Maßnahmen nicht in erster Linie unter Gesichtspunkten der Einsparung finanzieller Mittel, nicht unkoordiniert und nicht ohne Abschätzung möglicher negativer Konsequenzen umgesetzt werden sollten, wenden sie sich mit folgenden Überlegungen an die Verantwortlichen in den Bundesländern.
Stellungnahme der AG der Stl/innen 2005
PISA-Studie
Stellungnahme des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband zu den Ergebnissen der PISA-Studie
Der Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband hat die Ergebnisse der PISA-Studie zur Lesekompetenz auf Bundesebene und in den Ländern eingehend analysiert und diskutiert. Ohne selbst in der Lage zu sein, eine vertiefende Evaluation dieser Evaluationsleistung vorzunehmen, halten wir es für erforderlich, den Testansatz der PISA-Studie im einzelnen kritisch zu hinterfragen.





