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Zielsetzungen des Landesverbandes Rheinland-Pfalz für das 21. Jahrhundert vereinbart

100 Jahre Deutscher Germanistenverband als Zäsur und Potential

100 Jahre Deutscher Germanistenverband als Zäsur und Potential (Foto: Herbert Piel)

Der rheinland-pfälzische Landesverband des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband e.V. sieht die einhundertjährige Wiederkehr des Gründungstags am 29. Mai 2012 als Zäsur, die ein Innehalten und eine Festschreibung der Erwartungen an die Verbandsarbeit im 21. Jahrhundert ermöglicht. Im Laufe seiner Entwicklung hat der Verband sein Erscheinungsbild und sein Selbstverständnis stark verändert.

 

In einem Positionspapier benennt der Landesvorstand zehn programmatische Punkte, die er für die Arbeit im DGV als wichtig erachtet und denen er sich verpflichtet sieht.


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Am 29. Mai 1912 wurde in Frankfurt am Main der Deutsche Germanistenverband e.V. gegründet. Er verfolgte entsprechend dem Zeitgeist nationalpolitische und -pädagogische Ziele und strebte eine Neudefinierung der Aufgaben von Hochschule und Schule an. Demgemäß trat er für einen integrativen fächerübergreifenden Deutschunterricht auf völkischer Grundlage im Sinne der "Deutschkunde" ein.[1]

In den einhundert Jahren seiner Entwicklung hat der Verband sein Erscheinungsbild und sein Selbstverständnis im Rahmen der politik- und geistesgeschichtlichen, mentalitäts- und bildungshistorischen Wandlungen stark verändert.

Der rheinland-pfälzische Landesverband des Fachverbands Deutsch sieht die einhundertjährige Wiederkehr des Gründungstags am 29. Mai 2012 als Zäsur, die ein Innehalten und eine Festschreibung der Erwartungen an die Verbandsarbeit im 21. Jahrhundert ermöglicht. Dazu haben sich Mitglieder, Freunde und Interessierte geäußert. Die Reihenfolge unseres 10-Punkte-Programms folgt dem Ergebnis einer Umfrage im sozialen Netzwerk Facebook, bei der 362 Stimmen abgegeben wurden (Stand: 22. Mai 2012). Sie zeigt Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der hundertjährigen Entwicklung des Verbands auf.

 

Die Umfrage offenbart, dass der Vertretung der Berufsinteressen der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer an den Schaltstellen der Politik großes Gewicht beigemessen wird. Aber auch einer Verbesserung der Vernetzung von Universität und Schule oder der Einflussnahme auf die Entwicklung der Schulbücher kommt eine hohe Bedeutung zu. Der rheinland-pfälzische Deutschlehrerverband setzt sich für die Pflege der deutschen Sprache im Sinne der Vermittlung eines niveauvollen Gebrauchs der Muttersprache ein, orientiert an den literarischen Vorbildern deutschsprachiger Kultur. Darüber hinaus engagiert er sich für eine angemessene Positionierung der deutschen Sprache im europäisch-partnerschaftlichen Kontext sowie für eine enge Kooperation der Deutschlehrkräfte in den deutschsprachigen Ländern Europas. 

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[1] Vgl. Kasten, Ingrid: Friedrich Panzer (1870-1956), in: König, Christoph/Müller, Hans-Harald/Röcke, Werner (Hrsg.): Wissenschaftsgeschichte der Germanistik in Porträts. Berlin/New York 2000, S. 155.

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Die komplette Auswertung der Umfrage findet sich in der Erklärung vom 29.05.2012, die auch als pdf-Datei zur Verfügung steht. 

 





Erklärung des rheinland-pfälzischen Landesverbandes vom 29.05.2012




29.05.2012CBK Online-Redaktion
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