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Gewalt in der Sprache

Praxis Deutsch, Heft 246/2014

Praxis_Deutsch_246_Gewalt_in_der_Sprache 

Gewalt in der Sprache findet man auf fast jedem Schulhof. Dabei reicht das Spektrum vom spielerischen Necken bis zu ernsthaften verbalen Angriffen und Beleidigungen. Diese vielfältigen Erscheinungsformen von Gewalt in der Sprache – nicht nur unter Schülern – sind schwierig zu verorten.

Einige Schüler nutzen sprachliche Gewalt zur Selbstdarstellung und zur Bewältigung von Konflikten. Doch nicht alles, was ein externer Beobachter als gewaltsam und verletzend empfindet, wird von den Jugendlichen auch so wahrgenommen. Gewalt in der Sprache findet sich aber nicht nur unter Jugendlichen, sondern in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Gerade deshalb bedarf es einer differenzierten Behandlung, die Formen, Kontexte und Funktionen aggressiver Äußerungen in Beziehung setzt.

Das Heft bietet einen Aufriss des Problemfeldes: Gewalt als Gegenstand der Reflexion über Sprache und Sprachgebrauch.

Redaktion PRAXIS DEUTSCH


Aus dem Inhalt:

- Doris Tophinke: Gewalt in der Sprache
- Nadja Geck: „Du blöder Hecht” - Schimpfwörter untersuchen
- Michael Reichelt: „Jemanden einen Kopf kürzer machen!” - Redewendungen mit gewaltsamem Hintergrund
- Dieter Wrobel: Spricht Pippis Papa „Negersprache” oder „Taka-Tuka-Sprache?” - Streit über diskriminierenden Sprachgebrauch in Kinderbüchern
- Constanze Spieß: Sozialtourismus, Rentnerschwemme, Wohlstandsmüll - Zum diskriminierenden Handlungspotenzial von Unwörtern
- Martin Papenbrock / Doris Tophinke: „Meine Styles sollen wie Schlachtschiffe wirken” - Schrift aggressiv gestalten
- Karla Müller: Gewaltverschleiernder Sprachgebrauch im Nationalsozialismus
- Eva C. Huller: Sprache der Gewalt - Anregungen zu einer Lektüre des Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist
- Wolfgang Loch: „In aller Ruhe und Sachlichkeit” - Bedrückende Gesprächssituation in Uwe Tellkamps „Der Turm”








11.08.2014CBK Online-Redaktion
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