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Heinrich Opper (Vorsitzender des Landesverbands)
0561-20 76 184
h.opper@t-online.de


Geschichte(n) erzählen. Aspekte des Erzählens im Deutschunterricht

Fortbildungsveranstaltung des Landesverbands Hessen am 02.03.2017 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fortbildungsveranstaltung LV Hessen 2017
Fortbildungsveranstaltung LV Hessen 2017

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Neuere Philologien der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Institut für Kinder- und Jugendbuchforschung

Anmeldung ab sofort bis 28.02.2017


Programm

9:30 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter
(Landesverband Hessen und Institut für Jugendbuchforschung, Goethe-Universität)

9:45 Uhr apl. Prof. Dr. Gina Weinkauff
(Pädagogische Hochschule Heidelberg)

"Formenwandel des realistischen Erzählens für Kinder. Dargestellt an ausgewählten Preisbüchern des Deutschen Jugendliteraturpreises"

Das Formenspektrum der Kinder- und Jugendliteratur hat sich in den zurückliegenden sechzig Jahren rasant entwickelt, und in vielen Bereichen wurden Grenzen zum Symbolsystem der allgemeinen Literatur durchlässiger. Diese Tendenzen schlagen sich in mehr oder minder starkem Umfang auch in den Prämierungen des Deutschen Jugendliteraturpreises nieder. Im Bereich des realistischen Erzählens für Kinder waren die Entscheidungen der Jurys oftmals nicht nur auf der Höhe ihrer jeweiligen Zeit, sondern ihr sogar voraus, weshalb der Preis in diesem Feld auch initiierend wirken konnte. Zudem bildete sich auf diese Weise ein formengeschichtlich überaus aussagekräftiger Preiskanon heraus. Gründend auf einem Analysemodell, das die Beschreibung unterschiedlicher Gattungsmuster des realistischen Erzählens ermöglicht, leuchtet der Vortrag das Innovationspotential einzelner Werke aus und zeigt an deren Beispiel Entwicklungslinien. Der Untersuchungszeitraum reicht von den späten 1950er Jahren bis zur unmittelbaren Gegenwart.

11:15 Uhr Kaffeepause

11:45 Uhr PD Dr. Stephanie Catani
(Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

"Geschichte erzählen. Zum historisch-fiktionalen Erzählen in der Gegenwartsliteratur"

Wie lässt sich über Geschichte schreiben, wenn diese zuverlässig nicht mehr zur Verfügung steht? Dieser Frage geht der Vortrag mit Blick auf historisch-fiktionale Texte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nach (u.a. von Uwe Timm, Marcel Beyer, Felicitas Hoppe, W. G. Sebald). Die ausgewählten Texte erzählen nicht einfach von der Geschichte, sondern problematisieren bereits die Konkurrenz von Fakten und Fiktionen im Sinne einer geschichtstheoretisch begründeten ‚Bruchhaftigkeit der Geschichte‘.

Ausgehend von Positionen der aktuellen Historik sollen zunächst die programmatischen Signaturen dieses fraglich gewordenen Geschichtsbegriffes erörtert werden, der die Grenze zwischen Fiktion und Historie neu auslotet. Im Anschluss wird gezeigt, wie literarische Geschichtsdarstellungen diesen theoretischen Diskurs fortschreiben, indem sie zum einen das historische Erzählen autoreflexiv problematisieren und zum anderen die Dekonstruktion der eigenen erzählerischen Zuverlässigkeit explizit machen.

13:15 Uhr Mittagspause

14:30 Uhr Prof. Dr. Matías Martínez
(Bergische Universität Wuppertal)

"Erzählen zwischen Faktum und Fiktion"

Zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen (faktualen) Texten und Medienprodukten unterscheiden zu können ist eine ebenso fundamentale wie anspruchsvolle kulturelle Kompetenz. Es macht einen großen Unterschied, ob Texte, Filme oder Internetseiten als fiktionale oder als faktuale zirkulieren. Die Verunsicherungen und Irritationen über gefälschte Holocaust-Autobiographien, simulierte Interviews mit Prominenten oder inszenierte Reality-Shows, aber auch über denunziatorische Schlüsselromane und autornahe literarische Ich-Erzähler belegen, wie stark die Unterscheidung zwischen Faktum und Fiktion unseren Umgang mit Texten, Bildern und Filmen bestimmt. In den vergangenen Jahren wächst in den Geistes- und Sozialwissenschaften die Einsicht, dass eine ausgebildete Fiktionskompetenz umso wichtiger wird, je stärker die neuen Medien bestimmen, was als Wirklichkeit zählt. Der Vortrag verbindet grundsätzliche Überlegungen mit der Analyse von Fallbeispielen.

16:00 Uhr Evaluation – Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen

Ende der Veranstaltung gegen 16:15 Uhr

Dieses Fortbildungsangebot wurde von der Hessischen Lehrkräfteakademie nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz unter der LA-Angebots-Nr. 01688256 mit einer Fortbildungsdauer von 1 Tag akkreditiert.

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Im Anschluss an die Veranstaltung findet eine Mitgliederversammlung des Hessischen Landesverbandes statt. Dazu laden wir herzlich ein – selbstverständlich auch interessierte Nichtmitglieder.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes (Opper) mit Aussprache

2. Kassenbericht (Grob), Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

3. Informationen zum Germanistentag (25.-28.09.2016) in Bayreuth (Jessen); zur Situation des DGV, des Fachverbandes und des Landesverbandes

4. Kritische Würdigung der Veranstaltung und Vorschläge für die weitere Arbeit

5. Verschiedenes

Unterstützen Sie unsere Arbeit – werden Sie Mitglied!

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Anreise:

von Ffm/Hauptbahnhof mit den U-Bahn-Linien U4 oder U5 bis Willy-Brandt-Platz

von dort: mit U1, U2 oder U3 bis Haltestelle Holzhausenstraße

von dort: ca. 10 Min. Fußweg bis zum

Uni-Gebäude Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1,
Raum IG 411
60323  Frankfurt am Main

Anmeldung:

Bitte senden Sie bis zum 28.02.2017 eine E-Mail an:

Heinrich Opper
Kohlenstr. 63
34121 Kassel
h.opper@t-online.de

Oder melden Sie sich per Post an: Die Teilnahmeerklärung finden Sie im Programmprospekt mit weiteren Informationen.





Programm Fortbildungsveranstaltung LV Hessen 2017

Fortbildungsveranstaltungen LV Hessen

Geschichte(n) Erzählen --- Tagungsbericht mit aufschlussreichen Materialien

Geschichte(n) erzählen. Aspekte des Erzählens im Deutschunterricht




21.01.2017CBK Online-Redaktion
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