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Dr. Markus Müller (Vorsitzender des Landesverbands)

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Kürzung der Kursarbeitsdauer in der Oberstufe

Reduzierung der Arbeitsbelastung für Schülerinnen und Schüler vom LV RLP gefordert

Der rheinland-pfälzische Landesverband des Fachverbands Deutsch spricht sich zum Beginn des neuen Schuljahres 2012/13 für die Kürzung der Kursarbeitsdauer in der Oberstufe aus und empfiehlt den Fachkonferenzen die Nutzung ihrer Lenkungsbefugnisse im Rahmen der gesetzten Freiräume. Die Kürzung wäre ein weiterer Schritt zur Reduzierung der Arbeitsbelastung von Schülerinnen und Schülern, nachdem zum neuen Schuljahr die Klassenarbeitsreduzierung in der Sekundarstufe I durchgesetzt werden konnte.


Diskussionen um die Belastung der Schüler an deutschen Schulen werden nicht erst seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8) in einigen Bundesländern geführt. Immer neue Herausforderungen müssen in immer weniger Zeit bewältigt werden, während gleichzeitig niemand im Bildungssystem auf der Strecke bleiben soll. Die randvoll gepackten Lehrpläne mutieren nicht selten zu einer Art Marathonlauf, der selbst mit olympischem Ehrgeiz nicht zu bewerkstelligen ist.

Der Landesvorstand des rheinland-pfälzischen Fachverbandes Deutsch konnte maßgeblich an der lange geforderten Umsetzung der Klassenarbeitsreduzierung in der Sekundarstufe I mitwirken. Ab dem Schuljahr 2012/13 werden in der 5. bis 9. Klassenstufe somit nur noch vier der bislang sechs Klassenarbeiten geschrieben.

Unverändert hoch sind dagegen die Arbeitsbelastungen und der Leistungsdruck in der gymnasialen Oberstufe. In diesem Zusammenhang empfiehlt der rheinland-pfälzische Fachverband den Fachkonferenzen ihre Lenkungsbefugnisse wahrzunehmen und den vorgegebenen Spielraum in den Durchführungsbestimmungen zur Landesverordnung über die gymnasiale Oberstufe (VV des MBWJK v. 16.06.2010 – 943 C-51 113-0/34; Amtsbl. S. 306) voll auszuschöpfen. Die Fachkonferenzen können die Dauer der Kursarbeiten wie folgt beschränken, wobei bei der Konzeption der Arbeiten selbstverständlich die geringere Bearbeitungszeit zu berücksichtigen ist.

Leistungskurse (gemäß 4.2.1): 11/1-11/2: 2 (statt 3) Unterrichtsstunden; 12/1: 3 (statt 4) Unterrichtsstunden; 12/2: 4 (statt 5) Unterrichtsstunden; 13: 5 Zeitstunden (unverändert).

Grundkurse (gemäß 4.2.2): 11/1-11/2: 1 oder 2 Unterrichtsstunde(n) und ab 12/1: 2 (statt 3) Unterrichtsstunden.

Leistungen können auch mit kürzeren Bearbeitungszeiten wirkungsvoll überprüft werden, wie dies in allen anderen Fächern bei geringerer Kursarbeitsdauer längst funktioniert. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten bei reduzierten Arbeitszeiten Aufgabenstellungen, die nicht mehr inhaltlich überfrachtet sind. Zu einer solchen inhaltlichen Überfrachtung kam es bislang häufig bereits in der Konzeption, um überhaupt die gesamte Dauer der vorgesehenen Bearbeitungszeit ausschöpfen zu können. Durch die Reduktion sind die Lernenden im Gegenteil gehalten, konzentrierter zu formulieren, was ein wichtiges Vermittlungsziel darstellt.

Zudem ist die Verringerung der Unterrichtsausfallzeit des während der Klausuren zu vertretenden Deutschlehrers zu berücksichtigen. So empfiehlt etwa das nordrhein-westfälische Schulministerium seit geraumer Zeit die Nutzung der verkürzten Bearbeitungszeit.








08.08.2012CBK Online-Redaktion
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