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Woyzeck im Film

Fortbildungsveranstaltung des LV RLP zur Filmdidaktik im Deutschunterricht

Die Kooperation des Pädagogischen Landesinstituts (PL) und des rheinland-pfälzischen Landesverbandes konnte auch im Jahr 2013 erfolgreich fortgesetzt werden. In Boppard veranstalteten die beiden Institutionen im Frühjahr 2013 die Fortbildungstagung „Woyzeck im Film”, die in der Lehrerschaft auf großes Interesse stieß.

Nach der Begrüßung durch Dr. Thomas Cohnen (PL) und durch den Landesvorsitzenden Dr. Markus Müller freute sich der Landesvorstand über die Teilnahme des stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband, Christian Plien, der an diesem Tag für den Germanistentag 2013 in Kiel warb.


Anregungen und Vorschläge zur Filmdidaktik im Deutschunterricht von PD Dr. Jürgen Kost

Als Referenten konnte der Landesverband PD Dr. Jürgen Kost aus Mainz gewinnen, der als Referatsleiter Deutsch am Institut für Lehrerfortbildung (ILF) in Mainz und als Gymnasiallehrer die schulischen Wünsche und Bedürfnisse beim Umgang mit dem Medium Film klar erkannte und benannte. „Der Film gehört zu den wichtigsten Medien im Leben unserer Schülerinnen und Schüler, ist geradezu omnipräsent, aber die Rezeption erfolgt in der Regel unreflektiert, oft naiv”, konstatierte Dr. Kost. Die Bedeutung dieses Mediums für den Deutschunterricht schätzt er besonders hoch ein und sieht den Film „als Kunstform”, an der man auch im Fach Deutsch „nicht vorbeikommt.”

Dass es lohnenswert ist, sich mit dem Medium Film näher zu beschäftigen, vermittelte Kost mit einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Filmdidaktik. Dabei betonte der Referent, dass die Reflexion stärker ins Zentrum der Betrachtung gestellt werden müsse. Anhand von illustrativen Beispielen wurden die Mittel Musik, Schnitt oder Kameraeinstellung näher beleuchtet, denn „wir greifen zu kurz, wenn wir einen Film wie ein Drama behandeln und uns nur auf die Dialoge beziehen”, so Kost.

Im zweiten Teil der Tagung behandelte der Referent verschiedene Aspekte von Georg Büchners „Woyzeck” in der Literatur. Das Paradox, dass Büchner auf der einen Seite ein Revolutionär und auf der anderen ein Fatalist sei, habe Konsequenzen für die Deutung des Dramas. Auch die Entstehung und Überlieferung des „Woyzeck” fand Berücksichtigung: Drei unterschiedliche Büchner-Konzepte wurden mit Hilfe von drei verschiedenen Woyzeck-Verfilmungen erarbeitet und dargestellt.

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Für die nächste Jahresfortbildung erwägt der rheinland-pfälzische Landesverband eine Veranstaltung zu Friedrich Dürrenmatt anzubieten.





Fortbildungsveranstaltungen LV Rheinland-Pfalz




12.06.2013CBK Online-Redaktion
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