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200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Prof. em. Dr. Kaspar H. Spinner präsentierte in Boppard didaktische Vorschläge für den Deutschunterricht

Prof_Spinner_Schaubild_Rapunzel_2„Die sprachliche Schönheit der Märchen zählt zu den Leistungen der Brüder Grimm”, betonte Prof. em. Dr. Kaspar H. Spinner bei einer Fortbildungsveranstaltung des rheinland-pfälzischen Landesverbandes, der in Kooperation mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz nach Boppard eingeladen hatte. Unter dem Titel „Märchen der Brüder Grimm und ihre Vor- und Nachgeschichte” erarbeitete Spinner mit den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern didaktische Vorschläge für die Sekundarstufen I und II.


In der Märchenforschung lassen sich zwei verschiedene Tendenzen finden. Spinner, einer der führenden Deutschdidaktiker der Bundesrepublik, wandte sich in Boppard dem philologischen Schwerpunkt zu und stellte die psychologischen Ansatzpunkte zur Seite. Nach einer theoretischen Einführung in die Forschungslage und der historischen Einordnung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (1812) folgte die praktische Arbeit an ausgewählten Beispielen. An dem Märchen "Brüderchen und Schwesterchen" verdeutlichte Spinner den Teilnehmern das Romantische in der Grimmschen Märchenliteratur. Mittels Textvergleich konnten sowohl die Entwicklung der verschiedenen Ausgaben als auch die Intension der Herausgeber deutlich gemacht werden.

 

Antworten gab es auf die zentralen Fragen des Tages: Wie ist eine Fabel zu einem Märchen geworden ("Der Wolf und die sieben Geißlein")? Wie gehen Gegenwartsautoren mit den Grimmschen Märchen um? Wie kann man Raumstrukturen der Märchen szenisch veranschaulichen (am Beispiel von "Rapunzel")? Welche Rolle spielt das Essen und Trinken in den Grimmschen Märchen?

 

 

Die szenische Darstellung des Märchens "Das tapfere Schneiderlein" wurde von den Lehrerinnen und Lehrern selbst einstudiert und als methodische Anregung für den eigenen Unterricht mit auf den Weg genommen. Die Deutungs- und Sichtweisen der Grimmschen Märchen sorgten für angeregte Diskussionen, die den Tag in Boppard zu einer gewinnbringenden Fortbildungsveranstaltung machten.

 


In der Nachbetrachtung lobten die Teilnehmer nicht nur das fundierte Agieren des Referenten, sondern auch die konstruktive und kollegiale Arbeitsatmosphäre. Ein besonderes Dankeswort der Anwesenden galt dem rheinland-pfälzischen Landesvorstand, der maßgeblich an Planung und Organisation dieser fachlich interessanten und praxisnahen Fortbildungsveranstaltung beteiligt war.

 

Weitere Fotos von der Veranstaltung werden in einem Portefolio zur Verfügung gestellt … work in progress 

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Für das Jahr 2013 ist ein großer "Deutschlehrertag Rheinland-Pfalz" geplant, dessen Konzeption und Organisation wiederum in bewährter Kooperation zwischen dem Fachverband Deutsch und dem Pädagogischen Landesinstitut erfolgen wird.





Fortbildungsveranstaltungen LV Rheinland-Pfalz




26.06.2012CBK Online-Redaktion
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