
Sprache
Texte - Funktionen und Strukturen
DEUTSCHUNTERRICHT, Heft 1/2012 (Februar)
„Grammatikunterricht beschäftigt sich meist mit Wörtern und Sätzen. Der Blick über den Tellerrand der Satzgrenze hinaus lohnt sich: Er macht deutlich, was Texte zusammenhält, wie sich Themen und Argumentationen entwickeln. Genau diese Bereiche sind es, an denen Schüler der Sekundarstufe II oft scheitern, wenn sie komplexe Texte entschlüsseln und strukturieren müssen. Die Beiträge in diesem Heft sollen also Basisarbeit leisten, bleiben dabei aber doch nah am Alltag.”
Redaktion DEUTSCHUNTERRICHT
Dem Heft liegt als Sonderbeilage die DVD "Faszination Film" bei.
Ausschreibung des ersten Literaturwettbewerbs Rheinland-Pfalz
Projektwettbewerb des Landesverbandes unter der Schirmherrschaft der Bildungsministerin
Am Mittwoch, 1. Februar 2012, wurde erstmalig der Literaturwettbewerb Rheinland-Pfalz ausgeschrieben. Der rheinland-pfälzische Landesverband des Fachverbands Deutsch veranstaltet in Zusammenarbeit mit mehreren großen Regionalzeitungen unter der Schirmherrschaft der Bildungsministerin diesen landesweiten Projektwettbewerb.
Teilnehmen können Gruppen mit mindestens zwei Schülern/Schülerinnen ab Klasse 9 (Realschulen plus, Gymnasien, Gesamtschulen aus Rheinland-Pfalz).
Geeignet sind Projekte – wie Ausstellungsdokumentationen, Internetpräsenzen, Publikationen, Filme, Hörspiele, journalistische Arbeiten –, die sich mit Sprache oder Literatur in den einzelnen rheinland-pfälzischen Regionen auseinandersetzen.
Texte schreiben im Deutschunterricht
1. Deutschlehrertag in Saarbrücken
Am Donnerstag, 15. März 2012, findet an der Universität Saarbrücken erstmalig ein Studientag rund um das Fach Deutsch statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen der Schreibdidaktik.
Herta Müllers "Atemschaukel" - Empfehlung für den Deutschunterricht der Sekundarstufe II
Beitrag von Beate Kennedy in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 4/2011, Jg. 58, „Aktuelles Forum”, S. 426-434.
Herta Müllers „Atemschaukel“ kann repräsentativ für das gesamte Werk der Autorin stehen. Die sprachmächtige und sprachreflexive Poesie des Romans, die sich einem hohen ethischen und politischen Anspruch verschreibt, empfiehlt sich für den Deutschunterricht in der Sekundarstufe II.
In den „Mitteilungen“ 4/11 werden die methodologische Fundierung eines Workshops zur „Atemschaukel“ vorgestellt, die erzähltechnische Organisation des Romans umrissen sowie didaktische Schwerpunkte zur Analyse des Textes im Unterricht erläutert.
Ursula Zierlinger, Redaktion „Aktuelles Forum”
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Die Arbeitsblätter zu diesem Workshop stehen auch als pdf-Datei zur Verfügung.
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Positionspapier des rheinland-pfälzischen Landesverbandes zur LRS-Förderung
„Die Relevanz guter Rechtschreibkenntnisse wird von der Wirtschaft zu Recht verstärkt eingefordert.”
Das Positionspapier des Fachverbands Deutsch – Landesverband Rheinland-Pfalz - nimmt detailliert Stellung zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Lernschwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben in Schulen der Sekundarstufe I.
Als Auszug aus Blick auf den Rhein (1/2011, S. 20-24) steht das Positionspapier zum Download zur Verfügung.
Thüringer Germanistentag 2011: Hörverstehen und Sprechdenken
Materialien vom Thüringer Germanistentag 2011 im Radiofunkwerk Erfurt
Neben einigen Schnappschüssen vom Thüringer Germanistentag 2011 mit dem Thema „Nichts bleibt ungehört, das wäre ja auch unerhört!” finden sich hier Materialien unter anderem zum „Bedingungsgefüge Sprechdenken und Hörverstehen” und zur „Wirkungsstruktur direkter Kommunikation” von Gerold Grove sowie eine pps-Datei zur Einführung in die Technik „Aufnahme und Schnitt” des Radio-Funkwerks Erfurt.
Der Dichter auf der Suche
Bildersprache zwischen Allegorie und poetischer Kraft
von Frank Müller
Studiendirektor/Fachbereichsleiter am Dreilinden-Gymnasium Berlin-Zehlendorf
Seit jeher gehört das Betrachten von sprachlichen Bildern zum Repertoire der Germanisten, zum Unterrichtsgegenstand der Deutschlehrkräfte. Nahezu jedes Oberstufenlehrbuch enthält ordnende Hinweise zur Bildersprache und bietet die entsprechenden Fachbegriffe. Germanistische Fachliteratur zum Thema gibt es in Hülle und Fülle. Aber – einmal angenommen, man würde in sicherer Beherrschung von Gero von Wilperts Lexikon jede poetische Sprechweise nach ihrer Bildlichkeit sicher erkennen und bestimmmen, brächte uns solch ein analytisches Meisterstück dem Verständnis von Poesie näher?
Testverfahren für Legastheniker
Forderung nach LRS-Tests in der fünften Klasse
Ein Bericht der Rhein-Zeitung, Ausgabe Koblenz, vom 05.09.2011 erläutert die Position des rheinland-pfälzischen Landesverbandes zu den Fördermaßnahmen bei Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS): Die im August gegenüber der Bildungsministerin Doris Ahnen geäußerte Forderung nach verbindlichen Tests in der fünften Klasse wird erneut unterstrichen.
Sprachgeschichte und Namenkunde im Deutschunterricht
Nachbericht zur Fortbildungsveranstaltung 2011 des LV Rheinland-Pfalz
Namen sind faszinierende Zeugen der Vergangenheit
Deutschlehrer aus Rheinland-Pfalz auf Namenforschung mit Jürgen Udolph
Wir alle leben in einer Welt voller Namen, um uns herum gibt es Vornamen, Familiennamen, Ortsnamen, Flussnamen, Ländernamen, Bergnamen, Straßennamen usw. Ohne diese würde unser Leben kaum funktionieren. Und man fragt sich: Wo kommen sie eigentlich her? Seit wann gibt es sie? Und – vor allem – was bedeuten sie? Der rheinland-pfälzische Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband e.V. und das Pädagogische Landesinstitut RLP hatten zu einer Fortbildung geladen und die Teilnehmer gingen eben diesen Fragen auf den Grund.
Reden ist Silber… Schreiben ist Gold
Wege in die Schreibförderung
Fortbildungsveranstaltung des Landesverbandes Hessen im Deutschen Germanistenverband in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendbuchforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main (24.02.2011).
Universitäten beklagen, dass die meisten Studienanfänger sich schwer tun, wenn sie die ersten Seminararbeiten formulieren müssen. Dabei geht es sowohl um die inhaltliche, kausal-logische Darstellung als auch um die genaue sprachliche Form. Kognitive und verbale Kompetenzen sind nicht automatisch Gewähr für adäquates Schreiben. Der Deutschunterricht sollte stärker seine Chancen nutzen, Schülern eigenes Schreiben als Möglichkeit des Lernens und der Erweiterung sprachlicher Kompetenzen bewusst zu machen. Lernerfolge hängen eng zusammen mit Fähigkeiten, Texte verstehen und analysieren und selbst Sachtexte verfassen zu können.
Wie können Schüler gezielt gefördert werden? Wie kann der Deutschunterricht didaktisch und methodisch agieren? Die Referenten der Fortbildungsveranstaltung boten Problembeschreibungen und Lösungswege für die Sekundarstufen I und II und die Erstsemester an.
Schreiben – Lesen – Kompetenzen entwickeln
Wie kann ich das Schreiben von Fachtexten unterstützen?
„Dem Verfasser sein Schriftstück….“
Journalistisches Schreiben im Medienzeitalter
Symbole verstehen
Praxis Deutsch, Heft 228/2011
Symbolisches Verstehen gehört zu den Kernkompetenzen literarischen Lernens. Im Deutschunterricht stößt der Versuch, symbolische Sinndimensionen literarischer Texte zu erfassen, allerdings immer wieder auf Schwierigkeiten. Diese Ausgabe von PRAXIS DEUTSCH zeigt, welche didaktischen Möglichkeiten es gibt, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, Symbole in literarischen Texten als solche zu identifizieren und sie mit Bezug auf den Gesamttext sowie auf relevante kulturelle Kontexte zu interpretieren – wobei sich Interpretationsspielräume ergeben, die ihrerseits reflektiert werden müssen.
Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik
Jahrgang 41 (2011) Heft 162: Spracherwerb und Kinderliteratur
Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik
Eine Zeitschrift der Universität Siegen
Hg. von Rita Franceschini, Wolfgang Haubrichs, Wolfgang Klein und Niels Werber
„Dieses Heft befasst sich mit einer Spracherwerbssituation, in der – anders als beispielsweise bei einem Gespräch am Frühstückstisch – der Input in seiner doppelten Form gut zu überschauen ist, ohne dass die Situation, wie etwa bei einem kontrollierten Experiment, unnatürlich und der normalen Lernumgebung ferne wäre: mit dem Anschauen, Vorlesen und Lesen von Kinderbüchern. Man kann sich eine solche Situation als eine natürliche Ausweitung dessen vorstellen, was Augustinus beschreibt: Die Kinder hören, was die Erwachsenen sagen, und ihre Aufmerksamkeit wird auf bestimmte Dinge gerichtet, während sie hören und schauen – nur geht es hier nicht um einzelne Wörter, sondern um komplexe Ausdrücke und um komplexe, aber dennoch überschaubare begleitende Informationen.” Auszug aus der Einleitung von Wolfgang Klein und Jörg Meibauer
Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm - 2012 jährt sich das Erscheinen zum 200. Mal.
Internationaler Kongress „Märchen, Mythen und Moderne: 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“
17.-20.12.2012, Universität Kassel
Call for Papers: Abgabefrist für Abstracts: 14.11.2011
Am 20. Dezember 2012 jährt sich zum 200. Mal das Erscheinen des ersten Bandes der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Dieses aus dem Geist der Romantik hervorgegangene Werk stellt die weltweit wohl berühmteste Märchensammlung des frühen 19. Jahrhunderts dar. Es zählt zu den am häufigsten übersetzten Werken der deutschen Literatur. Die hessischen Städte Hanau, Steinau, Kassel und Marburg sind die Geburts-, Kindheits-, Schul-, Studien- und ersten Wirkungsorte der Brüder Grimm. In Hessen sind die Kinder- und Hausmärchen gesammelt und aufgezeichnet worden.
Rundbrief 43 (2011) LV Schleswig-Holstein / Hamburg
Der aktuelle Rundbrief des Landesverbandes Schleswig-Holstein mit Gedankensplittern zum Kleist-Jahr, mit einem Bericht über das Projekt "Jugend schreibt für die F.A.Z.", mit Informationen zur Unterrichtspraxis - u.a. zur Sankelmark-Tagung 2010 mit dem Thema "Interpretation von Erzählprosa" sowie zum "Entwickeln von Rechtschreibkompetenzen" -, mit Neuigkeiten aus dem Landes- und dem Bundesverband u.a.m. steht als pdf-Datei zur Verfügung.
Rundbrief 43 (2011) LV Schleswig-Holstein / Hamburg
Fragen stellen - Gespräche führen
DEUTSCHUNTERRICHT, Heft 3/2011 (Juni)
„Interview, Quizshow und Unterrichtsgespräch - jeden Tag werden tausend Fragen gestellt. Die kommunikativen Funktionen können sehr unterschiedlich sein, bis hin zur manipulativen Absicht. Spätestens zur mündlichen Abschlussprüfung sollten Schüler wissen, wie man durch geschickte Fragen Gespräche mitgestaltet.”
Redaktion DEUTSCHUNTERRICHT
Sprachreflexion und Sprachkritik in der Schule: Das Beispiel Orthographieunterricht
Beitrag von Dr. Frank Janle in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, 1/2011, Jg. 58, S. 66-83
„In seinem Bestseller Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod thematisiert Bastian Sick aus journalistischer Perspektive die Wandlungen, Abgründe und Ungereimtheiten
der deutschen Sprache […]. Die Tatsache, dass Sick sein Buch einen ‘Wegweiser’
nennt, zeigt, wie groß offensichtlich das Bedürfnis einer breiten Öffentlichkeit
nach Orientierung ist, was richtiges und (in stilistischer Hinsicht) gutes Schreiben
anbelangt. Gleichzeitig weist dieses Bedürfnis nach Schreibratgebern – man
denke etwa auch an Wolf Schneiders Deutsch fürs Leben mit dem bezeichnenden
Untertitel Was Schule zu lehren vergaß […] – schonungslos auf bestimmte Defizite des
schulischen Deutschunterrichts hin. […]”
Der vollständige Text von Frank Janle steht als pdf-Datei zur Verfügung.
Frank Janle, Sprachreflexion und Sprachkritik in der Schule
Tendenzen der Gegenwartssprache
DEUTSCHUNTERRICHT, Heft 2/2011 (April)
„Sprache verändert sich, und mit der Veränderung entstehen Zweifelsfälle und Unsicherheiten. Aber auch neue Ausdrucksformen. Die Unterrichtsvorschläge konzentrieren sich vor allem auf Problemstellungen, die bei Schülern immer wieder zu Fehlern führen. Aber auch die kreativen Seiten der Sprachbetrachtung kommen nicht zu kurz ...”
Redaktion DEUTSCHUNTERRICHT
Deutsches Aussprachewörterbuch
Herausgegeben von Eva-Maria Krech, Eberhard Stock, Ursula Hirschfeld und Lutz Christian Anders
Im Verlag De Gruyter ist vor kurzem das "Deutsche Aussprachewörterbuch" in der Broschur-Ausgabe erschienen. Als modernes, in allen Fragen der deutschen Standardaussprache maßgebliches und höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügendes Aussprachewörterbuch löst es den „Siebs“ ab.
Verarmung des Wortschatzes bedroht die Sprache
Nordseezeitung 21.09.2010: Interview mit Gisela Beste
Aus Anlass des Deutschen Germanistentages in Freiburg (19.-23.09.2010) gab die Bundesvorsitzende des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband der Nordseezeitung ein Interview zum Thema "Zukunft der deutschen Sprache".
Des einen Freud - des anderen Leid?
Die deutsche Sprache zwischen Lernproblemen, Integrationsdebatten und Liebhaber-Forderungen
Deutschlandfunk-Interview von Kate Maleike mit Dr. Wolfgang Rzehak
Sendung: PISAplus 11.09.2010
Das Interview, das im folgenden in Auszügen wiedergegeben wird, führte Kate Maleike im Deutschlandfunk mit Wolfgang Rzehak, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg. Das Gespräch fand statt im Vorfeld des Deutschen Germanistentages in Freiburg (19.-23.09.2010).
" ... Viele Kinder sind schon früh in der Lage, entsprechende Geräte technisch zu bedienen, auf Gameboys, Handys usw. alles Mögliche zu machen, zu spielen und zu kommunizieren; gleichzeitig behindert dieser Umgang den Impuls hin zum Text und zum Weltverstehen. Lesen als Welterschließungskonzept ist die Basis jeder politischen und sozialen Teilhabe. Das ist das A und O und muss deshalb von Anfang an gefördert werden. ..."
Die Transkription des ausführlichen Interviews steht in Auszügen mit freundlicher Genehmigung des Deutschlandfunks als pdf-Datei zur Verfügung.
Interview mit Wolfgang Rzehak im Deutschlandfunk
Rhetorik als europäisches Bildungsprogramm
Überlegungen zur Bedeutung der Rhetorik für Goethe
Deutscher Germanistentag 2010, Workshop-Bericht
Vortrag von Dr. Olaf Kramer (Tübingen)
Das Resümee von Dr. Kramer steht als pdf-Datei zur Verfügung.
Jürgen Trabant: Ein Plädoyer für die Vielsprachigkeit
Der Artikel des Romanisten und Sprachwissenschaftlers Jürgen Trabant erörtert die Konsequenzen der Expansion und Normalisierung des Englischen als Wissenschaftssprache. Auf der Basis der These, dass Denken und Sprache in einem Verhältnis der Wechselwirkung stehen, plädiert er für Vielsprachigkeit. Im Rahmen dieser liberalen Praxis würde auch "die alte Kultursprache Deutsch [...] als voll ausgebaute Sprache" ihr Daseinsrecht behalten.
Wiard Raveling : EDINBURGH
EDINBÖRG ODER EDINBRA
Über die korrekte Aussprache ausländischer Namen
Sicher haben Sie beim Lesen des Titels gleich überlegt, wie Sie es denn mit der Aussprache der schottischen Hauptstadt halten. Aber wissen Sie auch, warum sich bei Ihnen eine bestimmte Aussprache fast schon als Automatismus festgesetzt hat? Wiard Raveling geht den Gründen nach und setzt sich in seiner Analyse ebenso kenntnisreich wie unterhaltsam mit unseren Aussprachegewohnheiten bei ausländischen Namen auseinander. Dabei berücksichtigt er: Historische und politische Entwicklungen, psychologische Motive, nationales Selbstbewusstsein, Sprachgewohnheiten der eigenen Sprachgemeinschaft, regionale Besonderheiten,Prestigegefälle der Sprachen, Wissen über Sprache, Standardsprache, Hyperkorrektheit
Vom lieblosen Umgang mit der deutschen Sprache
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Meyer am 18. August 2009
im Rahmen der Tagung des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband, Landesverband Niedersachsen/Bremen
“Es war Johannes Rau, der gesagt hat, wir Deutschen würden mit unserer Sprache lieblos umgehen. Das mag eine sehr unzeitgemäße Art sein, unser Verhältnis zu einer Sprache zu beschreiben. Denn das Wort ‘lieblos’ ist emotional und zeugt von wenig Interesse an der Nützlichkeit, welche heutzutage als wichtigstes Kriterium für alles und jedes gehandelt wird. Liebe zu einer Sprache zu erwarten, widerspricht auch der heute vorherrschenden Sicht von Sprache als einem Instrument. Und schließlich klingt ‘lieblos’ nicht nach jener Rationalität, auf die wir so stolz sind und die angeblich allein unsere moderne Zeit bestimmt. Gerade deshalb halte ich Raus Wort vom lieblosen Umgang für so treffend. Denn Instrumente liegen außerhalb unserer personalen Existenz. Sie bleiben außen vor, sie sind austauschbar, sie berühren uns letztlich nicht. Genau das aber gilt nicht für eine Sprache.”
(Auszug aus dem Vortrag von Hans Joachim Meyer)
Der vollständige Vortragstext steht als pdf-Datei zur Verfügung.
Sprache fördern
Zwischentöne. Kolumne für den Deutschen Germanistenverband, August 2008
Noch zu keiner Zeit war Sprachförderung so nötig und so wichtig wie in der Gegenwart, niemals bisher sahen sich so viele Menschen so hohen sprachlichen Anforderungen gegenüber wie heute. Bisher hat sich die Diskussion über Sprachförderung weitgehend auf Fachkreise beschränkt, sehen wir einmal ab von den besonders in den Sommermonaten mit steter Regelmäßigkeit veröffentlichten Sprachverfallsklagen in den Medien.
Lesekompetenz. Aktuelle Ergebnisse aus der Leseforschung
Fachtagung des LV Saarland 2007
Cornelia Rosebrock und Karin Richter präsentierten in den Grundsatzreferaten aktuelle Ergebnisse aus der Forschung zur Lesekompetenz. Workshops zeigten methodische Ansätze für die Praxis auf. Rund 100 Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Schulformen nahmen teil.
Rechtschreibung
Fachverband Deutsch im Rat für deutsche Rechtschreibung
Nach Beendigung der Übergangsregelung am 31. Juli 2007 haben wir in den deutschsprachigen Ländern nun eine einheitliche Schreibweise (natürlich mit den spezifischen Varianten in den einzelnen Ländern z.B. ß-Schreibung).





