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2/2011 Expressionismus

Herausgegeben von Alexander Nebrig und Marcel Lepper

Die Herausbildung des Expressionismus als eines literaturgeschichtlichen Faktums fand maßgeblich zwischen 1950 und 1960 statt: In Forschungsberichten, Dokumentationen, wegweisenden Editionen und Studien bemühten sich Germanisten, die von der Kulturpolitik der Nationalsozialisten negierte ästhetische Avantgarde in einer beispiellosen Recherchearbeit wiederzugewinnen. Zwar ist der Expressionismus "keine nachträgliche Erfindung" der Germanistik und gleichfalls sind aus den Jahren zwischen 1910 und 1925 zahlreiche Selbstbeschreibungsversuche unter dem Schlagwort Expressionismus überliefert, aber diese frühen Begriffsverwendungen können aufgrund mangelnder begrifflicher Schärfe und polemischer Aufladung für eine metasprachliche Beschreibung der Literaturgeschichte nur bedingt, d. h. historisch-kritisch, dienstbar gemacht werden.



Inhalt

Almuth Meissner

Aktuelles Forum: "also wenn ich jetzt ´n normales gedicht lesen würde…". Lyrik des 21. Jahrhunderts als Gegenstand des Deutschunterrichts, S. 194-226

Alexander Nebrig

Bewegung und Revolution. Das politische Moment expressionistischer Literatur bei der Epochenbildung um 1960, S. 181-193

Walter Fähnders

Der "Expressionist" Franz Jung, S. 146-156

Marcel Lepper

Der literarische Expressionismus: Bestandsaufnahme, S. 120-132

Yvonne Schweizer

Die Ikonisierung des Expressionismus. Zur Marbacher Ausstellung 1960, S. 157-170

Regine Prange

Zur Begriffsbestimmung, Popularität und Kritik des Expressionismus in der kunsthistorischen Kommentarliteratur, S. 170-180

Jan Behrs

Zwischen Subjekt und Objekt der Literaturwissenschaft: Kurt Pinthus als Zeitzeuge, S. 133-145

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