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Germanistentag 2013 Sektion 1: Erzählforschung

Leitung: Martin Huber (Universität Bayreuth), Beate Kennedy (RBZ-Wirtschaft Kiel)

Erzählen ist eine grundlegende menschliche Tätigkeit, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Wir werden über Erzählen sozialisiert, unsere Vorstellungen von individuellem Glück und sozi­alem Zusammenleben sowie alle transzendenten Denkmodelle sind zunächst Geschichten und werden in Geschichten tradiert. Die Erforschung des Erzählens und die Vermittlung dieses Wissens gehört mit zu den zentralen Aufgaben von Germanistik und Deutschunterricht.


Die Narratologie als theoretisch-systematische Beschäftigung mit dem Erzählen hat seit den 1990er Jahren einen enormen Aufschwung erfahren, so dass der Zeitpunkt gegeben scheint, dieses For­schungsfeld einer Bilanz zu unterziehen. Was leistet Narratologie in ihrer ‚kognitionswissenschaftli­chen‘/‚anthropologischen‘ (Fludernik) oder ‚kulturgeschichtlichen‘ Ausprägung (Nünning) für eine Interpretation der Texte? Wo liegen Möglichkeiten einer intermedial nutzbaren Narratologie, insbe­sondere mit Blick auf neue audiovisuelle und digitale Medien? Welche Aspekte der Erzählforschung gehören zum Fachwissen, das für Schule und Gesellschaft besonders relevant ist? Thematische Leitbegriffe: Erzählen und Ereignis, Erzählen im Alltag, Erzählschemata, Erzählen als Sinnbildung, Tempus und Erzählen, Figur, Linearität, Finalität, Kausalität des Erzählens, Erzählmuster (Narrative, Metanarrative), Fiktionalität, kulturelle Transformationen von Erzählmustern, historische und moderne Modi des Erzählens, Elemente des Erzählens (Erzähler, Stimme, Modus), Identität und Erzählen, Biographie und Autobiographie.

Exposés bis spätestens 30.04.2012 bitte an eine der folgenden Adressen:

Prof. Dr. Martin Huber                  Beate Kennedy

martin.huber@uni-bayreuth.de      beate.kennedy@me.com 





Call for Papers: Germanistentag 2013: "Germanistik für das 21. Jahrhundert"




04.03.2012CBK Online-Redaktion

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