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Von der Schule an die Front - Der Erste Weltkrieg in der Literatur - Einladung und Programm

Jahrestagung des Landesverbandes Hessen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendbuchforschung (Fachbereich Neuere Philologien) der Goethe-Universität Frankfurt am Main --- Anmeldung bis 18.02.2014

Donnerstag, 20.02.2014
Goethe-Universität, Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Raum IG 311
Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist nach §65 Hess. Lehrerbildungsgesetz akkreditiert.

(Veranstalter-Nr.: F002295 - Veranstaltungs-Nr.: 0137736701).

Im Anschluss an die Veranstaltung findet eine Mitgliederversammlung statt, zu welcher der Landesvorstand herzlich einlädt - selbstverständlich auch interessierte Nichtmitglieder.


Bitte senden Sie bis zum 18.02.2014 die Teilnahme-Erklärung (s. pdf-Datei „Jahrestagung LV Hessen 2014”) per Post oder eine entsprechende E-Mail an:

Heinrich Opper
Kohlenstr. 63
34121 Kassel
Tel.: 0561-2076184
E-Mail h.opper@t-online.de

Anreise: Von Ffm/Hauptbahnhof mit den U-Bahn-Linien U4 oder U5 bis Willy-Brandt-Platz, weiter mit U1, U2 oder U3 bis Haltestelle Holzhausenstraße, von dort: ca. 10 Min. Fußweg bis zum Uni-Gebäude, Grüneburgplatz 1

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Programm

9:30 Begrüßung durch die Veranstalter (Landesverband und Institut für Jugendbuchforschung, Goethe-Universität)

9:45 Prof. Dr. Hans-Heino Ewers (Goethe-Universität Frankfurt): „Wie Kinder und Jugendliche den Ersten Weltkrieg erlebten im Spiegel der Kinder- und Jugendliteratur”

Der Vortrag geht der Frage nach, wie Kinder und Jugendliche den Ersten Weltkrieg erlebten und welche kriegsbedingten Traumatisierungen sie erleiden mussten. Welche Bilder-, Kinder- und Jugendbücher wurden während des Krieges und in den Jahren danach publiziert? Das Schicksal der jugendlichen Frontsoldaten, die oft noch Schüler und Lehrlinge waren, war eines der Schlüsselthemen der großen Pro- und Antikriegsromane der Zwischenkriegszeit und taucht noch in heutigen Jugendromanen auf.

11:00   Kaffeepause

11:30   Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Universität Heidelberg): „Ernst Jüngers Kriegsbuch In Stahlgewittern. Entstehung – Fassungen – Rezeption”

Ernst Jüngers vielberufenes, oftmals gerühmtes, aber noch häufiger kritisiertes Kriegsbuch In Stahlgewittern ist ein einzigartiges Dokument einer fast lebenslangen Auseinandersetzung mit der Erfahrung des modernen Kriegs. Jünger hat seine "Fronterlebnisse" fortlaufend in einem ausführlichen Tagebuch festgehalten, das die Basis für die Stahlgewitter darstellt, die 1920 erstmals erschienen. Dabei blieb es allerdings nicht. Veranlasst durch die sich ändernden politischen Verhältnisse, den immer wieder sich wandelnden Blick auf den Ersten Weltkrieg und die zunehmende ethisch-ästhetische Sensibilität, hat Jünger die Stahlgewitter bis 1978 sechsmal überarbeitet, so dass sie in sieben unterschiedlichen Fassungen mit partiell unterschiedlichen Anmutungqualitäten vorliegen. Der Vortrag beschreibt den Entstehungs- und Überarbeitungsprozess, charakterisiert das Werk unter inhaltlichen und darstellungstechnischen Gesichtspunkten, exemplifiziert die Differenzen zwischen den verschiedenen Fassungen an Textbeispielen und reflektiert die außerordentlich unterschiedlichen Rezeptionszeugnisse, in denen dem Buch kriegstreiberische, aber auch pazifistische Wirkungen zugeschrieben werden.

12:45 – 13:45      Mittagspause

13:45 PD Dr. habil. Thomas F. Schneider (Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück): „‚Endlich die Wahrheit über den Krieg!‘ Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues als Kulminationspunkt der Diskussion um den Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik”

Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues, erstmals 1928 publiziert, gilt heute international als bedeutendster Antikriegsroman zum Ersten Weltkrieg. Die umfangreiche und äußerst kontroverse Diskussion um den Text 1929 fand jedoch nicht im literarischen Kontext statt, sondern war Kulminationspunkt einer seit Kriegsende andauernden Auseinandersetzung zwischen den diversen politischen Parteien der Weimarer Republik um die Deutungshoheit über das geschichtliche Ereignis Erster Weltkrieg, damit zugleich um die Akzeptanz oder Ablehnung der politischen Ordnung der Weimarer Demokratie.

Der Beitrag wird sich im Schwerpunkt mit der Publikation und Diskussion um Remarques Im Westen nichts Neues 1929 beschäftigen, dabei den Fokus auf die zugehörige Marketingkampagne des Ullstein-Konzerns und die mit ihr verbundenen Intentionen legen. Die Kontroverse um den Text und anschließend um die Verfilmung von 1930 wird in den Kontext der politischen Diskurse der späten Weimarer Republik eingeordnet und in Bezug gesetzt zu den literarischen und visuellen Repräsentationen des Ersten Weltkrieges seit 1914.

15:00   Dr. Jörn Münkner (Universität Kassel): „Verse vom Schlachtfeld: Lyrik als literarische Reaktion auf den 1. Weltkrieg”

Etablierte wie unbekannte Dichter, Vertreter der älteren wie der jüngeren Generation reflektierten und kommentierten den 1. Weltkrieg in Gedichten, vielfach in zeitlicher Nähe zu den (oftmals selbsterlebten) Kampfereignissen. Das Spektrum der kriegslyrischen Praxis ist breit, inhaltlich wie ästhetisch; es reicht von kriegsapologetischen und nationalgesinnten über ideologisch uneindeutige hin zu kriegskritischen Stimmen, von konventionell geformten Aussagen über schöpferische Neuerungen hin zu radikalen Sprachexperimenten. Entsprechend unterschiedlich sind die „Anmutungsqualitäten” (vgl. H. Kiesel) wie Zumutungen der poetischen Gebilde.

Der Beitrag konfrontiert Gedichte aus dem Umkreis der expressionistischen Avantgarde mit solchen, die im Strom traditionellerer Machart stehen. Neben bekannten bzw. arrivierten Spracharbeitern (bspw. A. Stramm, W. Flex), die relativ betrachtet älteren Jahrgängen angehören, sollen Autoren mit Texten vorgestellt werden, die in den 1890er Jahren geboren wurden, mithin zu den jungen Zeitgenossen der Weltkriegsjahre gehören. Im Mittelpunkt steht die Diskussion des triadischen Bedingungsgeflechts „Form/Inhalt/Sinn” für die Gedichtwirkungen.

Ende der Veranstaltung gegen 16:15 Uhr

 

Das Programm mit der Teilnahme-Erklärung steht als pdf-Datei zur Verfügung.

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Tagesordnung der Mitgliederversammlung 

1.  Tätigkeitsbericht des Vorstandes mit Aussprache

2.  Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes

3.  Germanistentag/Kiel

4.  Kritische Würdigung der Veranstaltung und Vorschläge für die weitere Arbeit

5.  Verschiedenes

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Unterstützen Sie unsere Arbeit – werden Sie Mitglied! Informationen dazu in den Rubriken Mitglied werden und Anmeldung

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Jahrestagung LV Hessen 2014

Fortbildungsveranstaltungen LV Hessen (ACHTUNG: nach Einpflegedaten geordnet)

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13.01.2014CBK Online-Redaktion

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