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Fortsetzung folgt – Von Schiller bis Babylon Berlin

Fortbildungsveranstaltung des Landesverbandes Hessen am 21.02.2019 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fortbildungsveranstaltung LV Hessen 2019

 

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Neuere Philologien der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Institut für Jugendbuchforschung

 

Anmeldung ab sofort bis zum 18.02.2019


Programm

9:30 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter
Landesverband und Institut für Jugendbuchforschung, Goethe-Universität

9:45 Uhr Prof.‘in Dr. Ute Dettmar
(Goethe-Universität Frankfurt)

"Fortsetzung folgt. Über Serien, Serialität und Transmedia Storytelling in (Jugend-)Literatur und Medien"

Serien sind vielfältige, variantenreiche literarische und mediale Phänomene, die im Zeitalter von Netflix längst nicht nur Kinder und Jugendliche faszinieren. Gerade das Feld der Kinder- und Jugendliteratur und -medien ist ein besonders geeignetes Anschauungsgebiet, will man der Faszination, den Formen und der gegenwärtigen Dynamik des Seriellen auf die Spur kommen. Ich möchte mich in meinem Vortrag, ausgehend von einigen grundlegenden Überlegungen zum Format der Serie, am Beispiel aktueller Produktionen, u.a. der Erfolgsserie Tote Mädchen lügen nicht, mit neueren Phänomenen des seriellen Erzählens beschäftigen. Der Fokus liegt dabei auf den inter- und transmedialen, Mediengrenzen überschreitenden narrativen Strategien und den Erzählwelten des Transmedia Storytelling, die ich in theoretischen, kulturellen und medialen Kontexten diskutieren möchte.

11:15 Uhr Kaffeepause

11:45 Uhr Dr. Arno Meteling
(Universität zu Köln)

"Ästhetischer Staat und fortgesetzte Lektüre. Zur Serialität des Literarischen im 18. und 19. Jahrhundert"

Was schauen nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer im Jahr 2019? Noch interessanter: Was lesen sie? Serielles Erzählen erfährt derzeit eine Konjunktur – vergleichbar vielleicht mit dem Aufstieg des Romans im 18. Jahrhundert. Warum ist diese Entwicklung für den Deutschunterricht von Interesse? Sie ist, aus mindestens zwei Gründen bemerkenswert: Erstens verändert sich der Diskurs literarischer Wertung. Serielle Narrative werden nicht mehr nur exklusiv der trivialen Unterhaltung zugeschrieben, sondern es wandelt sich auch der kulturelle Stellenwert von Unterhaltungs- und Genregeschichten überhaupt. Einher geht damit zweitens eine Neufassung des Konzepts vom ‚guten Buch‘ als Gegenstand einer organisch geschlossenen Lektüre mit dem Ziel der literarischen Bildung. Um den didaktischen Implikationen dieses Komplexes nachzuspüren, unternimmt der Vortrag zunächst eine Übersicht serieller Formate und Strömungen vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert, wendet sich dann mit Friedrich Schillers Ästhetik den Ursprüngen der Verknüpfung von Kunst und Bildung zu, um schließlich exemplarisch an Schillers Fortsetzungsroman (!) Der Geisterseher (1787-89) sich der Unterhaltung des Literarischen zu nähern.

 

Vor der Mittagspause

Informationen zum Germanistentag 2019 in Saarbrücken (22.–25. September)

13:15 Uhr Mittagspause

 

14:30 Uhr Dr. Tanja Weber
(Universität zu Köln)

"Zur komplexen Serialität in Babylon Berlin"

Die Serie Babylon Berlin (Sky/ARD 2017) wurde bereits vor ihrer Produktion in Superlativen besprochen. Genannt wurden unter anderem das für Deutschland ungewöhnliche Finanzierungsmodell, der national wie international anerkannte Regisseur Tom Tykwer, der für die Umsetzung des erfolgreichen Romanstoffs von Volker Kutscher gewonnen werden konnte, die aufwendigen eigens hergestellten Kulissen, die zahlreichen hochkarätig besetzten Rollen. Auch nach der Ausstrahlung bleibt das „Fernsehereignis des Jahres“ in der Presse präsent. Warum wird über Babylon Berlin so viel berichtet und diskutiert? Der Vortrag lotet ausgehend von den Parametern des seriellen Erzählens aus, welche Strukturen in Babylon Berlin zur komplexen Serialität beitragen. Zum Beispiel setzen Serien wiederkehrende Figuren ein. Wird ein großes Figurenensemble eingesetzt, erhöht sich automatisch die Komplexität, weil die Zuschauer und Zuschauerinnen viele Figuren im Blick haben müssen. Aber auch eine vielfältige Figurenzeichnung, also wie viele Rollen von einer Figur übernommen werden, sowie die Vielzahl der Beziehungen, die sich dadurch ergeben können, sind komplexitätssteigernd.

16:00 Uhr Evaluation – Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen

Ende der Veranstaltung gegen 16:15 Uhr

Dieses Fortbildungsangebot wurde von der Hessischen Lehrkräfteakademie nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz unter der Angebots-Nr. 01995290 mit einer Fortbildungsdauer von 1 Tag akkreditiert.

***

Im Anschluss an die Veranstaltung findet eine Mitgliederversammlung statt. Dazu laden wir herzlich ein – selbstverständlich auch interessierte Nichtmitglieder.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

 

  1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes (Opper) mit Aussprache
  2. Kassenbericht (Grob), Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes
  3. Informationen zum Germanistentag, zur Situation des DGV, des Fachverbandes und des Landesverbandes (Jessen/Görtz/Opper)
  4. Kritische Würdigung der Veranstaltung und Vorschläge für die weitere Arbeit
  5. Verschiedenes

Unterstützen Sie unsere Arbeit – werden Sie Mitglied!

 

Anreise:

von Ffm/Hauptbahnhof mit den U-Bahn-Linien U4 oder U5 bis Willy-Brandt-Platz

von dort: mit U1, U2 oder U3 bis Haltestelle Holzhausenstraße

von dort: ca. 10 Min. Fußweg bis zum

Uni-Gebäude Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1,
Raum IG 411
60323  Frankfurt am Main

Anmeldung:

Bitte senden Sie bis zum 18.02.2019 eine E-Mail an:

Heinrich Opper
Kohlenstr. 63
34121 Kassel
h.opper@t-online.de

Oder melden Sie sich per Post an: Die Teilnahmeerklärung finden Sie im Programmflyer mit weiteren Informationen.





Flyer der Fortbildungsveranstaltung 2019 "Fortsetzung folgt"

Fortsetzung folgt – Von Schiller bis Babylon Berlin. Serielles Erzählen – Impulse für den Deutschunterricht




23.01.2019CBK Online-Redaktion

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