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2/2012 Germanistik und Lehrerbildung - Debatten und Positionen

Herausgegeben von Mark-Georg Dehrmann und Jan Standke

Die Bildungspolitik ist ein hart umkämpftes Feld, auf dem sich eine schier unübersehbare Zahl von Positionen tummelt. Ein Missstand ist dies nicht. Denn die Frage nach der Bildung betrifft im Kern die Gesellschaft und ihre Zukunft.

Viele Gräben durchziehen dieses Feld, etwa in der Frage nach frühkindlicher Bildung, der Entscheidung über Strategien im Umgang mit bildungsfernen Schichten, nach den angemessenen Schulformen für die Zukunft, der Struktur universitärer Ausbildung  – dies sind nur wenige Schwerpunkte aus den aktuellen bildungspolitischen Debatten.

Auch unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwellen, etwa innerhalb der Universität selbst, existieren solche Gräben. Nicht selten ziehen sie sich durch einzelne Fächer selbst hindurch, zumal in der Germanistik. Die Divergenzen sind höchst problematisch, da es hier um die konkrete Gestaltung des Studiums geht. In der Ausgestaltung der Lehrerbildung eröffnen sich zudem Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Gestaltung in den Beziehungen zwischen der Universität, den Studienseminaren der zweiten Ausbildungsphase und der Schule selbst.

Im vorliegenden Heft kommen die an der Lehrerbildung Beteiligten zu Wort. Ihnen wurden unbequeme Fragen gestellt, die pointiert beantwortet werden sollten. Ziel konnte natürlich nicht sein, in der komplexen Problematik Lösungen zu bieten, wohl aber die Debatte zu konkretisieren und Interesse an der Lehrerbildung und ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung zu wecken.

Hier finden Sie die vollständige Rezension dieses Heftes aus der F.A.Z. vom 18.07.2012.



Inhalt

Mark-Georg Dehrmann, Jan Standke

Einleitung, S. 107-117

Katrin Berwanger, Klaus-Michael Bogdal, Jürgen Kaube

Was wäre die Germanistik ohne Lehrerbildung?, S. 118-121, 122-125, 126 f.

Gisela Beste, Christian Dawidowski, Michael Hofmann, Hans Peter Klein

Welches Verhältnis sollen Fachdidaktik und Fachwissenschaft in der Lehrerbildung haben?, S. 128 f., 130 f., 132 f., 134-136

Ulf Abraham, Ewald Terhart

Wer soll die Fachdidaktik vertreten?, S. 137 f. , 139 f.

Theresia Bauer, Michael Felten, Gerhard Härle, Gunnar Möhring / Maria Wittich, Burkhard Moennighoff, Claudia Vorst

Erfordert das Lehramt eine Ausbildung oder ein Studium?, S. 141 f., 143, 144 f., 146-148, 149 f., 151 f.

Peter Eisenberg, Beate Kennedy, Albert Meier

Wie sollen sich im Lehramtsstudium Sprach- und Literaturwissenschaft, Literatur- und Sprachdidaktik zueinander verhalten?, S. 153 f., 155, 156-158

Kurt Finkenzeller, Ina Karg

Soll die Mediävistik weiterhin (bzw. wieder stärker) eine Rolle im Lehramtsstudium spielen?, S. 159 f., 161-163

Sabine Anselm, Peggy Fiebich, Wolfgang Rzehak, Heike Schmoll, Jörg Schönert

Ziel des Studiums: Bildung, Wissen oder Kompetenz?, S. 164 f., 166 f., 168 f., 170 f., 172 f.

Jörn Brüggemann, Julian Ingelmann, Jürgen Wertheimer, Thomas Zabka

Mehr oder weniger ‚Schule‘ im Studium?, S. 174 f., 176 f., 178, 179-181

Ewald Kiel, Christian Plien

Sollen universitäre und zweite Ausbildungsphase stärker vernetzt oder stärker separiert werden?, S. 182-184, 185 f.

Marie-Theres Federhofer, Martin Swales

Welche Modelle haben andere Länder in der Lehrerbildung?, S. 187-190, 191-194

Hans Richard Brittnacher

Aktuelles Forum: Seufzer im Blankvers. Affektattacken und Vertrauenskrisen in Kleists ‚Amphitryon‘, S. 195 ff.

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