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2/2010 Bestseller des 21. Jahrhunderts

Herausgegeben von Martin Huber und Albert Meier

Im literarischen Feuilleton hat das 21. Jahrhundert unter anderem mit einer Kanondebatte begonnen, die Marcel Reich-Ranicki 2002 in Form einer Bestenliste von 20 deutschen Romanen entfacht hatte. Reich-Ranickis Bücherliste, von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers” bis zu Max Frischs „Montauk”, war eine Liste literarischer Klassiker, die wenig überraschend auch vehemente Gegenstimmen hervorrief. Versuchen doch solche Listen implizit immer einen verbindlichen Grundkonsens des Wissens zu formulieren. Weniger als ein Jahrzehnt später wirkt die damalige Debatte zwischen Reich-Ranicki und Joachim Kaiser buchstäblich wie aus dem letzten Jahrhundert. Die 2004 vom ZDF und der Stiftung Lesen in Auftrag gegebene Publikumsumfrage nach den „Lieblingsbüchern der Deutschen” hat denn auch ganz andere Ergebnisse gezeitigt: Mit Thomas Manns „Buddenbrooks” erreichte der erste Klassiker bloß Platz 6, Goethes „Faust I” musste sich mit Platz 15 begnügen - auf Platz 1 stand demgegenüber J. R. R. Tolkiens „Herr der Ringe”.

 



Inhalt

Jan-Oliver Decker

Alles war gut: Zur Konzeption von Person, Familie und Erzählen in J.K. Rowlings Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2007), S. 131

Hans-Edwin Friedrich

Erzählen als Lügen: Die 13,5 Leben des Käpt´n Blaubär von Walter Moers, S. 148

Heide Hollmer

Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg, S. 162

Markus Hundt

Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, S. 174

Lars Korten

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt, S. 197

Albert Meier

Dan Brown: The Da Vinci Code (Sakrileg), S. 208

Ursula Zierlinger

Aktuelles Forum: Mit Medien lesen?, S. 219

Volker Frederking

Aktuelles Forum: Goethes Faust im symmedialen Literaturunterricht, S. 220

Ursula Zierlinger

Aktuelles Forum: Goethezeitportal - Goethe, für Liebhaber, Lehrer und Medienbegeisterte, S. 237

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