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1/2014 Korpora in der Linguistik – Perspektiven und Positionen zu Daten und Datenerhebung

Hg. von Christine Domke und Christina Gansel

Die Bedeutung empirischer Sprachdaten für die sprachwissenschaftliche Forschung wird heute in der Linguistik kaum mehr ernsthaft in Frage gestellt. Die dadurch entstehende forschungspraktische Notwendigkeit, zentrale Fragestellungen durch Bezug auf real gesprochene oder geschriebene Sprache zu bearbeiten, kann auch als Folge der durch eine Vielzahl an empirisch fundierten Studien gewonnenen Erkenntnisse angesehen werden – und ist (fast) zur Selbstverständlichkeit geworden. Sie ist auch eine Folge anderer, nicht empirisch fundierter Zugänge zu Sprache, die zentrale Fragen nicht hinreichend und erschöpfend beantworten konnten (vgl. u. a. Teubert/Krishnamurthy 2007, Volume 1; Perkuhn/Keibel/Kupietz 2012). In ihrer Einleitung zu der Reihe „Corpus Linguistics” halten Teubert/Krishnamurthy (2007, 1) in Bezug auf diese nun fast allgemeingültige, unhintergehbare empirische Fundierung linguistischer Analyse leicht ironisch fest: „Even many cognitive linguistics claim that they work with corpora to explore the workings of the minds language faculty”. Auf diese an den Anfang gestellte Einigkeit über die Arbeit mit Sprachdaten in der Linguistik folgt, so scheint es beim groben Blick, vor allem eines: Uneinigkeit.



Inhalt

N.N.

Zur Einführung, S. 1-3

Arnulf Deppermann, Thomas Schmidt

Gesprächsdatenbanken als methodisches Instrument der Interaktionalen Linguistik – Eine exemplarische Untersuchung auf Basis des Korpus FOLK in der Datenbank für Gesprochenes Deutsch (DGD2) , S. 4-17

Jana Kiesendahl

Korpusbildung in der Schulbuchforschung. Gütekriterien und Entscheidungen einer qualitativen Datenerhebung, S. 18-30

Manfred Consten

Weiche Variablen – Form-Funktions-Beziehungen in Korpusstudien, S. 31-44

Noah Bubenhofer

Geokollokationen – Diskurse zu Orten: Visuelle Korpusanalyse, S. 45-59

Christian Kreuz, Martin Wengeler

Quantitative und qualitative Methoden der Diskurslinguistik am Beispiel der sprachlichen Konstruktion von Wirtschaftskrisen, S. 60-72

Birte Arendt

Korpora in Kindersprachuntersuchungen – Perspektiven auf kindliche Diskurspraktiken, S. 73-86

N.N.

Aktuelles Forum - Einführung, S. 87

Hans-Heino Ewers

Vorgeschobene Bescheidenheit. Die Angst der Literaturwissenschaft vor der Kinder- und Jugendliteratur, S. 88-98

Beate Kennedy

Nach der Wahl auf dem Germanistentag in Kiel im September 2013: Der neue Vorstand des Fachverbands Deutsch nimmt Fahrt auf, S. 99-101

N.N.

"Orthographie in Wissenschaft, Unterricht und Gesellschaft". Zwölf Thesen der Sektion "Deutsche Orthographie in Wissenschaft, Unterricht, Gesellschaft" auf dem Deutschen Germanistentag, Kiel 2013, S. 102 ff.

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